Zum Inhalt springen

Vortrag zu Neuromentalen Entwicklungsstörungen im Mittelschulalter – Klassifikation, Psychoedukation und inklusionspädagogische Handlungsfelder für Eltern, Pädagog*innen, Betreuer*innen

Die Anmeldung öffnet am 10. September 2026 um 10:00 Uhr. (Zeitzone Europe/Vienna)
Nächste Daten Europe/Vienna
Zum Kalender hinzufügen:

Vortrag zu Neuromentalen Entwicklungsstörungen im Mittelschulalter – Klassifikation, Psychoedukation und inklusionspädagogische Handlungsfelder für Eltern, Pädagog*innen, Betreuer*innen 
Neurodivergenz im Schul- und Familienalltag: Verstehen, begleiten und fördern 


Ist Ihr Kind im Mittelschulalltag oft reizüberflutet, unkonzentriert, hat schwankende Leistungen oder stößt in sozialen Situationen immer wieder an seine Grenzen? 

Oder sind Sie Pädagog*in und möchten wissen, welche Rolle Neurodiversität im Mittelschulalltag spielt und wie Sie Kinder unterstützen können? 

In diesem Vortrag beleuchten wir Neuromentale Entwicklungsstörungen wie ADHS und Autismus-Spektrum-Störung nach den neuesten Standards der Weltgesundheitsorganisation (ICD-11) – verständlich, alltagsnah und ohne Vorurteile. Sie lernen, warum bestimmte Verhaltensweisen keine „Erziehungsfehler“ sind, und erhalten praktische Strategien, um die individuellen Ressourcen der Kinder optimal zu fördern. 

Lassen Sie uns gemeinsam den Blick von den Defiziten auf die Potenziale richten, um den familiären bzw. Schul-Stress zu reduzieren und das Kind bestmöglich zu fördern!



Darum geht’s 

Dieser Vortrag richtet sich an Eltern, Angehörige, Pädagog*innen, Betreuer*innen, die neurodivergente Kinder und Jugendliche (im Alter von 10 bis 14 Jahren) fundiert, entlastend und ressourcenorientiert begleiten möchten. 

Fokus 

Im Zentrum steht ein wichtiger Paradigmenwechsel: Der Abschied von einem rein defizitorientierten Krankheitsbegriff hin zum Verständnis und zu den Potenzialen von Neurodiversität. Neuromentale Entwicklungsstörungen (wie ADHS oder Autismus-Spektrum-Störung) sind keine Erziehungsfehler, sondern basieren auf einer anderen Wahrnehmung und Reizverarbeitung. Der Fokus liegt darauf, die „unsichtbaren Barrieren“ der Kinder zu erkennen und eine gute Passung zwischen den Bedürfnissen der Kinder und den Umweltanforderungen herzustellen. 

Inhalte 

  • Grundlagen verstehen: Was bedeutet Neurodiversität und welche Veränderungen bringt die neue ICD-11 mit sich? 
  • Schwerpunkt ADHS & Autismus: Ein tiefer Einblick in die Wahrnehmungswelt der Betroffenen (inklusive der häufigen Kombination „AuDHD“ sowie Besonderheiten bei Mädchen). 
  • Verhalten entschlüsseln: Hintergründe zu Begriffen wie Reizüberflutung, Overload/Meltdown/Shutdown, Masking, Hyperfokus und Rejection Sensitive Dysphoria (RSD). 
  • Möglichkeiten und Maßnahmen: Unterstützende Maßnahmen und schulorganisatorische Instrumente (Nachteilsausgleich bzw. sonderpädagogischer Förderbedarf). 
  • Komorbiditäten: Warum eine späte Diagnose oft zu Folgebelastungen wie Ängsten oder Depressionen führt und wie man dem entgegenwirken kann. 


Nutzen

Sie lernen, das Verhalten Ihres Kindes (wie etwa plötzliche Wutausbrüche, schwankende Vergesslichkeit oder sozialen Rückzug) durch die neurobiologische Brille zu betrachten und besser zu verstehen. Sie erhalten Informationen und alltagstaugliche Handlungsempfehlungen.

Ablauf 

Vortrag für Eltern, Angehörige, Betreuer*innen, Pädagog*innen – nicht für Kinder: Begrüßung, Inhalt, Fragen bzw. Diskussion, ev. Pause(n) bei Bedarf.


Infos

  • Format: Fachvortrag mit anschließender Frage- und Diskussionsmöglichkeit
  • Für wen: Eltern, Angehörige, Pädagog*innen, Betreuer*innen; nur Erwachsene
  • Bezug zum Alter: Begleitung neurodivergenter Kinder und Jugendlicher im Alter von 10–14 Jahren
  • Dauer: 3 Stunden: 2,5 Stunden Vortrag + 30 Minuten Diskussion
  • Teilnehmeranzahl: max. 15 Erwachsene
  • Vortragende: Mag. Julia Kober


Altersgruppen & Uhrzeiten 

Alter / Zielgruppe 

Uhrzeit 

Eltern / Erwachsene 

16:00–19:00 

Abgrenzung

Das Angebot dient der allgemeinen Information und Wissensvermittlung. Es erfolgt im Rahmen von ANKERZEIT keine individuelle Diagnostik oder Behandlung.


Über Mag. Julia Kober  

Klinische Psychologin, Gesundheitspsychologin
Psychotherapeutin (Verhaltenstherapie)
Lehrtherapeutin (Verhaltenstherapie) 

Spezialisierungen: Neuromentale Entwicklungsstörungen (u. a. Autismus-Spektrum-Störung, ADHS), Persönlichkeitsstörungen, Traumatisierungen & chronische Erkrankungen im Erwachsenenalter

Arbeitet in freier Praxis in Wien, langjährige Erfahrung auch im ambulant-institutionellen, stationären & Rehabilitationsbereich.

Als klinische Psychologin liegt mir das Thema Neurodivergenz besonders am Herzen, da Betroffene und Angehörige sich öfter lange damit alleingelassen fühlen. Essenzielles Wissen wird in pädagogischen und klinischen Ausbildungen noch immer kaum vermittelt, weswegen Betroffene teils spät diagnostiziert und wenig Unterstützung erhalten. Dies motiviert mich, mit fundierten Informationen und Ansätzen einen positiven Beitrag für die bestmögliche Entwicklung der Kinder zu leisten.